Tür- und Fenstersensoren

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Artikelserie Hardware, heute: Tür– und Fenstersensoren! Die Aufgabe dieser Geräte ist denkbar einfach, wird eine Tür oder ein Fenster geöffnet, wird ein entsprechendes Signal an die Smart Home Zentrale gesendet, beim Schließen natürlich ebenfalls. Darauf basierend lassen sich etliche Szenarien realsieren und um diese Aufgabe zu bewältigen gibt es etliche Geräte von diversen Herstellern am Markt. Wie ich meine Sensoren ausgewählt habe und welche Besonderheiten sich dahinter verbergen erfährst Du in diesem Artkel.

Aufgabengebiet

Wie bereits erwähnt ist die Kernaufgabe eines Tür- und Fenstersensors den Status von Türen und Fenstern an die Z-Wave Zentrale zu melden. Jeoch, anders als die Bezeichnung „Tür- und Fenstersensor“ erahnen lässt, kann man mit einigen Modellen mehr anstellen als einfach 1 oder 0 zu liefern.

So verfügt beispielsweise der Fibaro Tür- und Fenstersonsor der ersten Genertaion (FGK-101) über Anschlussklemmen für externe Sensoren. Weiterhin lässt sich ein potenzialfreier Kontakt anschließen über den ich beispielsweise meine Klingel ins Smart Home integriert habe. Auch die Verbindung zu einem Taster ist hier möglich um Dinge im Smart Home zu triggern. Diverse Hardwareschnittstellen der unterschiedlichen Hersteller ermöglichen so einen vielfältigen Einsatz der Geräte über das reine „Tür auf / Tür zu“ hinweg.

Marktüberblick Tür- und Fenstersensoren (Auszug)

Bei Amazon findest Du eine stätig wachsende Auswahl unterschiedlicher Sensoren zur Überwachung von Türen und Fenstern. Neben den Produkten von Fibaro bietet nahezu jeder der Z-Wave anbietenden Hersteller einen eigenen Sensor.

Fenstersensoren und Szenarien in meinem Smart Home

Mit der Zeit haben sich in meinem Smart Home unterschiedliche Sensoren zur Überwachung von Türen und Fenstern etabliert. Einige davon sind auch „zweckentfremdet“ und wurden anderen Aufgaben gewidmet.

Sensative Strips

Die Sensative Strips des gleichnamigen Herstellers stellen in der Auswahl der verfügbaren Geräte ein kleines Highlight dar. Die Montage erfolgt, nicht wie bei den allermeisten anderen, im Fenster- bzw. Türrahmen und sind damit nach der Installation vollkommen unsichtbar. Noch dazu liefern sie eine Batterielaufzeit von 10 Jahren (laut Hersteller). Zwar gehören sie preslich in die Kategorie der teuren Geräte, die Kombination aus versteckter Montage und langer Laufzeit hat mich nach einem Testkauf in 2016 aber voll überzeugt und so überwache ich heute all meine Fenster mit den smarten Streifen. Zur tatsächlichen Laufzeit kann ich natürlich noch nichts sagen, aber der Streifen aus dem Testkauf meldet nach 2 Jahren im täglichen Einsatz noch immer 100% Batteriestand. Wird nicht stimmen, aber diverse Berichte über mangelnde Haltbarkeit der fest verbauten Batterie kann ich nicht bestätigen. Meine 14 Streifen zeigen alle volle Kapazität an.

Sensative Strips Fenstersensoren

Sensative Strips Fenstersensoren

Eine weitere Besonderheit der Strips ist die verhältnismäßig seltene Kommunikation mit dem Home Center 2 zur Übertragung von Parametern. Diese ist im Standard auf 86400 Sekunden (also 24 Stunden) eingestellt. Nur so lässt sich die lange Laufzeit des Energiespenders realsieren. Da aber ohnehin nur die Status LED sowie Benachrichtigungstyp eingestellt werden können, ist dies aber mehr Feature als Hindernis.

Sensative Strips Konfiguration

Sensative Strips Konfiguration

Ein Nachteil der kompakten Bauweise ist aber sicher die Tatsache, dass man die Energiequelle nicht tauschen kann. Ist diese einmal leer, bleibt nichts anderes als die Entsorgung und Neuanschaffung. Ich bin optimistischerweise davon ausgegangen, dass die Batterie die angegebenen 10 Jahre durchhält und wer weiß schon was dann State of the art bei der Überwachung von Türen ist.

Fibaro Tür- und Fenstersensor

Meine ersten Sensoren dieser Art waren die Fibaro eigenen Sensoren der ersten Generation (FGK-101). Diese habe ich auf Grund des recht hohen Batterieverbrauchs und der Optik mittlerweile alle ausgetauscht bzw. verwende diese anderweitig. So nutze ich den potenzialfreien Eingang einer der Sensoren für die Übertragung des Klingelsingals in das Home Center 2. Weiterhin habe ich zwei der Sensoren um Temperaturfühler erweitert um sie in Küche und Flur zur Messung zu verwenden.

Fibaro Tür- und Fenstersensor

Fibaro Tür- und Fenstersensor

Mit Strom versorgt wird der Sensor von einer handelsüblich ER14250 Hochleistungsbatterie. Diese halten bei mir zwischen 12 und 16 Monaten. Es empfiehlt sich immer Ersatz im Haus zu haben, denn selbst mit eingeschalteter Benachrichtigung sind diese doch recht plötzlich leer.

Auf Grund der Anschlußmöglichkeiten im Inneren des Sensors verfügt das Gerät über umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Die Einstellungsmöglichkeiten sind in der Home Center Oberfläche gut beschrieben und sollten keine Zweifel an den richtigen Settings zulassen.

Fazit

Betrachtet man die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten diverser Tür- und Fenstersensoren, so fällt die Auswahl des richtigen Gerätes schwerer als gedacht. Soll es jedoch „nur“ die Überwachung von Fenster oder Tür sein, so fühlt in meinen Augen kein Weg an den Sensative Strips vorbei, denn diese lassen sich unsichtbar installieren und die lange Laufzeit der Batterie tut ihr übriges.

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4 Comments

  1. Hallo Bastian,
    ich werde im September in eine neue Wohnung ziehen und versuche mich im Vorfeld zu erkundigen, welche Module empfehlenswert sind und von welchen man lieber die Finger lässt.
    In Deinem Artikel empfiehlst Du die Sensative Stripes zur reinen Überwachung von Fenstern und Türen. Aktuell habe ich zwar schon 4 FIBARO Fenster-/Tür-Sensoren der ersten Generation im Einsatz, muss mir aufgrund der größeren Anzahl an Fenstern in der neuen Wohnung aber weitere Sensoren zulegen.
    Bei Deinem Artikel bin ich allerdings über das Aufwachintervall von 24 h gestolpert. Sollte z.B. an einem Fenster der Zustand nicht geändert werden (öffnen/schließen), dann übermittelt der S-Stripe nur alle 24 h den Ist-Zustand? Was genau passiert denn, wenn sich der Zustand ändert? Wird der S-Stripe und auch die anderen Tür-/Fenster-Sensoren dann über einen induktiven Impuls aufgeweckt und sendet die Zustandsänderung umgehend an die Zentrale (HC2)?
    Wie sieht es z.B. bei den FIBARO Motion Sensoren (erste Generation) aus? Ich habe eine sehr einfache und unprofessionelle Szene (dabei geht es mir mehr um die Funktionsweise als um eine komfortable Szene): Wenn Bewegung erkannt wird UND der Lux-Wert unterhalb von x ist, dann soll das Licht für x Minuten angehen. Die Bewegung wird zuverlässig erkannt, was man anhand der „Iris“ oder in der iPhone-App ganz gut erkennen kann. Die Szene funktioniert aber nicht zuverlässig, da sich der Lux-Wert nicht oder nicht regelmäßig ändert (lt. Anzeige in der App steht dieser seit Wochen bei 23 Lux!). Eine Kalibrierung habe ich schon durchgeführt und die „Lux-Empfindlichkeitsschwelle“ habe ich von dem Standardwert (ich glaube 100) auf 40 reduziert (Empfelung aus einem Forum).
    Was ist hier das Problem? Warum funktioniert die Szene in den seltensten Fällen?

    Mir geht es letztendlich um das Verständnis, wie batteriebetriebene Module wie die S-Stripes in den Artikel funktionieren, vielleicht verstehe ich dann auch, warum die Lichtszene nicht funktioniert.

    Vielen Dank im Voraus!

    Viele Grüße,
    Dirk

    • Moin Dirk,

      meine Empfehlung geht klar in Richtung Stripes, denn diese – wenn auch ein wenig teurer – unsichtbar und erfüllen ihren Zweck. Die Batterie ist auf 10 Jahre Betrieb ausgelegt, anschließend ist das Gerät wahrscheinlich zu entsorgen. Eigentlich ist das nicht nach meinem Geschmack, aber der ständige Batteriewechsel bei den Alternativen ist keineswegs besser. Der Aufwachintervall hat nichts mit der Übertragung des Status zu tun. Wenn der Sensor auslöst, dann wird selbstverständlich sofort an das Gateway gemeldet.
      Die Lux-Messungen des Fibaro MS sind wirklich nicht so toll, aber hier solltest Du den Wert von 40 noch weiter reduzieren um auch bei kleineren Veränderungen Werte übermittelt zu bekommen. Ich betreibe meine zwischen 3 und 10 Lux, wenn ich Lux-abhängige Dinge damit tue.

      Allgemein gilt, dass Du batteriebetriebene Geräte immer so konfigurieren musst, dass der optimale Mittelweg zwischen Energiekonsum und Nutzbarkeit dabei heraus kommt.

      Grüße
      Bastian

      • Hallo Bastian,
        vielen Dank für Dein Statement und Deine Tipps!

        Wenn ich in die neue Wohnung ziehe, werde ich das SmartHome-System sowieso komplett neu aufziehen, also vorher sämtliche Module exkludieren, Szenen löschen und ggfs. alles auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Den Lux-Wert werde ich dann direkt entsprechend anpassen und hoffen, dass es funktionieren wird. Sollte der FIBARO MS dennoch Probleme machen, werde ich mal den Bewegungssensor 2 von NEO Coolcam ausprobieren. Kostet ungefähr die Hälfte eines FIBARO MS und ist lt. Z-Wave Europe voll kompatibel mit dem HC2.

        Vielen Dank nochmals und viele Grüße,
        Dirk

        • Hallo Dirk,

          sehr gern.
          Ich habe mir vor einigen Monaten mal Geräte von NEO Coolcam aus China importiert um sie zu testen, bevor es diese bei Amazon etc. gab und war von der Qualität sehr enttäuscht.

          Grüße
          Bastian

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