Gen5 – Was ist Z-Wave Plus?

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Sie sind in immer mehr Shops zu finden, diese Z-Wave Plus Geräte. Jedoch ist es nicht so richtig klar, wo das „Plus“ herkommt. In diesem Artikel erkläre ich die technischen Unterschiede zwischen Z-Wave und Z-Wave Plus.

Z-Wave vs. Z-Wave Plus

Z-Wave vs. Z-Wave Plus

Z-Wave

Z-Wave ist ein 2001 speziell für die Hausautomation in Dänemark entwickeltes Kommunikationsprotokoll. Wikipedia sagt dazu:

Z-Wave ist ein drahtloser Kommunikationsstandard, der von der Firma Sigma Designs und der Z-Wave Alliance für die Heimautomation entwickelt wurde. Die Funkkommunikation ist auf geringen Energieverbrauch und hohe Kommunikationssicherheit optimiert. Durch eine umfassende Spezifikation aller Kommunikationsaspekte und eine Zertifizierung der Produkte wird eine Interoperabilität aller mittels Z-Wave kommunizierenden Geräte erreicht.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Z-Wave

Die wesentlichen Merkmale sind:

  • Zwei-Wege-Kommunikation – Alle Steuerbefehle werden vom Empfänger quitiert
  • Status Update – Die Geräte und Controller kennen den jeweiligen Status
  • Einfach zu implementieren – Zuverlässiger Funkstandard – keine Kabel, kein Bohrhammer
  • Mesh Netzwerk – Permanent mit Strom versorgte Geräte dienen als Repeater im Netzwerk

Z-Wave Plus

Zur weiteren Verbesserung haben die seit 2005 in einer Allianz zusammenarbeitenden Unternehmen den Standard weiter verbessert. Daraus ist nun Z-Wave Plus entstanden. Im wesentlichen sind die folgenden Punkte verbessert worden:

  • Reichweitenerhöhung – Bei freier Sicht verfügen nach dem neuen Standard gesfertigte Geräte nun eine Reichweite von bis zu 150m
  • Energieoptimierung – Bis zu 50 % längere Laufzeit bei batteriebetriebenen Geräten
  • Mehr Bandbreite – Erweiterung der Frequenzen dient der Sicherheit und Stabilität
  • Mehr „F“-Kanäle/Fehlertoleranz – Minimierung von Rauschen und Fehlfunktionen
  • Inkludieren über Mesh – Das Inkludieren von Komponenten über (Plus) Repeater hinweg
  • Over the Air Update – Durch die höhere Bandbreite sind Updates von Geräten möglich (siehe Artikel)

Sind Nicht-Plus Komponenten nun Schnäppchen oder auf Dauer teurer?

Aktuell ist die Preisentwicklung in den meisten Shops gegenläufig. Während die Preise bei Nicht-Plus-Geräten merklich sinken, bleiben die Plus-Geräte stabil bzw. werden sogar ein wenig teurer. Aber lohnt es sich noch auf „alte“ Geräte zu setzen? Die Antwort ist recht einfach: Es kommt drauf an.

Bisher liefen die meisten Z-Wave und Fibaro Smart Homes auch ohne das Plus an Features des neuen Standards. Wer also keine akuten Sorgen in Punkto Empfang und Batterieverschleiß hat kann ruhig auf „Plus“ verzichten. Allen Anderen sei empfohlen bei zumindest ein Teil der anzuschaffenden Geräte auf das Plus zu achten um die schon vorhandenen Schwierigkeiten nicht noch zu verstärken.

Weiterhin spricht die Implementierung von Bugfixes und neuen Features bei OTA-Updates klar für Z-Wave Plus Geräte. Da jedoch aktuell keine Changelogs zu den Firmware Updates veröffentlicht werden, kann dieser Mehrwert sich auch schnell in Luft auflösen.

Batterien sind auch ein nicht zu verachtender Faktor bei der Entscheidung für oder wider Plus. 50% kürzere Laufzeiten können schnell den Mehrpreis für die neuen Geräte auffressen.

Wie siehst Du das Thema? Kaufst Du Z-Wave oder Z-Wave Plus? Schreib es in die Kommentare.

 

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3 Comments

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  3. Hallo Bastian,

    danke für deinen Beitrag. Ich habe aktuell 87 Z-Wave Geräte im Einsatz und steuere das ganze mit Indigo. Ich persönlich werde jetzt einen Z-Wave+ USB-Stick holen und die Fenstersensoren schon einmal auf Gen5 umrüsten. Aktuell muss ich ca. 1x im Jahr die Batterien wechseln. Ich kann Z-Wave (ohne Plus) jedem empfehlen der wenige Sensoren einsetzen möchte. Zuverlässig sind sie auf jeden Fall und man muss nur 1x im Jahr Batterien wechseln. Bei 87 Geräte ist das aber dann schnell mal 1x pro Woche eine tauschen. Da lohnt es sich dann wenn die 50% länger halten und gerade bei der Erstanschaffung kosten die + Sensoren nicht viel mehr.

    Für die Hausautomatisierung kann ich jedem nur empfehlen das selber zu machen und nicht seine Daten in die Cloud zu schicken. Wenn ich so sehe was mit mit all den Sensordaten auswerten kann bin ich froh das ich diese Daten lokal verwalte. Genial bei Z-Wave finde ich das jeder sensor für sich alleine arbeitet und man kein fertiges System kauft. Da kann ein Bewegungsmelder zusätzlich zum Alarm wenn man ausser Haus ist auch als Backup-Wecker morgens dienen, wenn denn keine Bewegung registriert wird. Durch die Möglichkeiten der Python-Programmierung gibt es keine Grenzen was man machen kann. Auch der SMS-Versand bei allen Möglichen Ereignissen ist kein Problem.

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